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Harte Worte

"Kulturbranche verhungert": Deutliche Kritik an verzögertem Corona-Ausfallfonds des Bundes

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 07.04.2021

coronakrise kulturpolitik

"Kulturbranche verhungert": Deutliche Kritik an verzögertem Corona-Ausfallfonds des Bundes

FDP-Abgeordneter Christian Dürr. © Tobias Koch

Der Bund will mit dem mehrfach angekündigten Corona-Sonderfonds für Veranstaltungen weiter abwarten. Die FDP kritisiert diese Verzögerungstaktik: Man lasse die Kulturbranche am ausgestreckten Arm verhungern.

Aus einer Antwort der Bundesregierung auf Anfrage des FDP-Abgeordneten Christian Dürr geht hervor, dass Bundesfinanzminister Olaf Scholz den Sicherungsfonds für Kulturveranstaltungen mit bis zu 2,5 Milliarden Euro ausstatten will. Das Ziel der Bundesregierung ist klar: Kulturveranstaltungen sollen möglichst bald wieder planbar werden. Dazu Scholz:

"Wir wollen kleinere Kulturveranstaltungen finanziell fördern, die aufgrund von Hygienevorgaben mit deutlich weniger Publikum stattfinden müssen und sich sonst nicht rechnen würden." 

Veranstaltungen absichern

Auch größere Veranstaltungen sollen vom Fonds profitieren: Er soll die Absicherung ermöglichen, falls Veranstaltungen zwar geplant werden, es wegen Corona jedoch zu einer erneuten Absage kommt. Kulturschaffende sollen dadurch ermutigt werden, Veranstaltungen nach Ende der Pandemie schnellstmöglich wieder stattfinden zu lassen.

Der Bund plane aktuell die konzeptionelle Ausarbeitung des Sonderfonds. Der Fokus liege hier auf einer finanziellen Unterstützung für Veranstaltungen, um durch die coronabedingten Unterauslastungen eine Kostendeckung zu ermöglichen.

Kritik von Seiten der FDP

Ein Startzeitpunkt für diesen dringend benötigten Fonds steht bisher noch nicht fest. Aus Sicht der Bundesregierung sind entsprechende, förderungsberechtigte Kulturveranstaltungen noch nicht absehbar. Daher soll vorerst noch abgewartet werden. Die FDP kritisiert diese Strategie scharf: Man lasse "die Kulturbranche am ausgestreckten Arm verhungern".

Kulturschaffende benötigten jetzt dringende Unterstützung, ein Verweis auf bereits existierende Hilfsprogramme sei jedoch "keine wirkliche Hilfe".

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